Apr 30 2008
Knappe Auskünfte
Der keine Chef legt in unseren Gesprächen manchmal einen so lakonischen Gesprächsstil an den Tag, dass jede Kurzgeschichte von Hemingway dagegen wie eine barock überladene Schmonzette wirkt.
Moritz Papa: Na Moritz warst du heute im Kindergarten?
Kleiner Chef: Ja!
Moritz Papa: Wie wars im Kindergarten?
Kleiner Chef: Schön!
Moritz Papa: Soso, schön wars im Kindergarten? Was habt ihr denn so gemacht im Kindiergarten?
Kleiner Chef: Gespielt!
Moritz Papa: Na jetzt überschütte mich nicht gleich so mit Details. Hast du mit dem T. wieder Quatsch gemacht?
Kleiner Chef: Ja!
Moritz Papa: Und warst du heute Nachmittag beim Mäusesport?
Kleiner Chef: Ja!
Moritz Papa: Aha, dann hoffe ich mal ,es hat Spaß gemacht beim Mäusesport?
Kleiner Chef: Ja!
Nach so einem Gespräch fühlt man sich wirklich ausführlich und tiefgehend informiert. Glücklicherweise ist die beste Ehefrau von allen beim Mäusesport dabei und kann daher noch einige Details ergänzen.







Ganz was anderes…Halbzeit ist!!! Wie schnell die Zeit doch vergeht
Hier:
“War es schön im Kindergarten?”
“Ja.”
“Was habt Ihr gespielt?”
“Weiß ich nicht mehr.”
kurz und knapp…aber alle wichtigen details waren vorhanden
manchmal scheint weniger mehr zu sein!
wahrscheinlich hat der kleine Chef nebenher die Ritterburg bespielt. Dann erinnert mich das an den Vater des kleinen Chefs. Wenn der was macht und man ihn was anderes fragt, muss man glücklich sein, wenn man der der dritten Wiederholung der Frage ein mehrsilbige Antwort bekommt. Allerdings ist der Blick durchlöchernd, weil man die eigentliche Tätigkeit des Vaters des kleinen Chefs unterbrochen hat….
Jetzt weißt Du mal wie das ist
Inquisitorische Zustände sind das. Solche Antworten kenne ich von meinem Bruder - bis heute